____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Hans Asperger
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Johann âHansâ Friedrich Karl Asperger (* 18. Februar 1906 in Wien;cite-ref-gtb-1-0[1] â 21. Oktober 1980 ebenda) war ein Ăśsterreichischer Kinderarzt und Heilpädagoge. Er gilt als Erstbeschreiber des später nach ihm benannten Asperger-Syndroms, einer Form des Autismus.cite-ref-wolff-2-0[2]cite-ref-1-3-0[3] In der Zeit des Nationalsozialismus war er Mitglied einer Kommission, die mehrere als âaussichtslose Fälleâ eingestufte Kinder in die Anstalt Am Spiegelgrund Ăźberwies, wo sie später im Rahmen der âKinder-Euthanasieâ ermordet wurden.
Da Asperger seine VerĂśffentlichungen grĂśĂtenteils in deutscher Sprache verfasste und sie kaum Ăźbersetzt wurden, waren seine Arbeiten zunächst international wenig bekannt. Erst ab den 1980er Jahren wurden sie rezipiert. Die britische Psychologin Lorna Wing fĂźhrte in den 1980er Jahren die Forschungen Aspergers fort, definierte das Syndrom und benannte es nach ihm.cite-ref-1-3-1[3]
Contents
⢠Leben
⢠Auszeichnungen
⢠Werke (Auswahl)
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Leben
Hans Asperger wurde im Haus Neustiftgasse 125 im 7. Wiener Gemeindebezirk Neubau geboren.cite-ref-gtb-1-1[1] Er war der älteste von drei BrĂźdern, der mittlere starb kurz nach der Geburt, der jĂźngste fiel 1942 in Russland. Ăber sein Elternhaus schrieb er: âWie bin ich erzogen worden? Mit viel Liebe, ja SelbstentäuĂerung von meiner Mutter, mit groĂer Strenge von meinem Vater.âcite-ref-4[4]
Nach dem Besuch des Humanistischen Gymnasiums in der Wiener Kandlgasse (heute GRG 7) absolvierte er an der Universität Wien ein Studium der Medizin. Nach seiner Promotion 1931 arbeitete Asperger als Assistent an der Kinderklinik der Universität Wien, seit 1932 leitete er die heilpädagogische Abteilung der Klinik.
Zum Wintersemester 1943 wurde Asperger âunter Zuweisung an die medizinische Fakultät der Universität Wienâ, wo er sich zuvor habilitierte, âzum Dozenten fĂźr das Fach Kinderheilkunde ernanntâ.cite-ref-5[5] Eine seiner Patientinnen war die spätere Schriftstellerin Elfriede Jelinek, âdie sich auf Aspergers Station einer heilpädagogischen Therapie unterziehen [musste]. Asperger war fast immer anwesend und las den Kindern vor.âcite-ref-6[6] Asperger war Berater beim Wiener Hauptgesundheitsamt und Gutachter in Sonderschulen sowie bei âschwierigen, nervlich oder psychisch auffälligen Kindernâ in Normalschulen.cite-ref-7[7]
Im März 1949 wurde ihm die ErÜffnung eines Heilpädagogischen Kinderheimes als Privaterziehungsanstalt fßr Knaben von 6 bis 16 Jahren in Wien-Hietzing vom Stadtschulrat fßr Wien genehmigt.cite-ref-8[8]
Von 1957 bis 1962 war Asperger im Vorstand der Innsbrucker Kinderklinik. 1962 wurde er Professor fßr Pädiatrie und Leiter der Universitäts-Kinderklinik in Wien und blieb dies bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1977. 1967 wurde er zum Mitglied der Gelehrtenakademie Leopoldina gewählt.
Asperger war seit 1935 mit der aus Westfalen stammenden Hanna Kalmon verheiratet. Das Ehepaar hatte fĂźnf Kinder.
Ein Sohn, Hans Asperger (* 1938, â 2025) erforschte am frĂźheren Institut fĂźr Milchhygiene der Vetmeduni Wien die mikrobiologische Flora von Milchprodukten und war später Leiter des Zentrums fĂźr Lebensmittelwissenschaften und Ăffentliches Veterinärwesen an der Veterinärmedizinischen Universität in Wien,cite-ref-9[9]
Tochter Maria Asperger Felder (* 1946) ist Fachärztin fßr Kinder- und Jugendpsychiatrie, spezialisiert fßr die Diagnose von Autismus. Seit 1985 lebt sie in Zßrich, wo sie auch praktiziert. Sie ist mit dem Schweizer Kinderpsychiater Wilhelm Felder verheiratet.cite-ref-10[10]cite-ref-11[11]
Johann âHansâ Asperger wurde am Neustifter Friedhof bestattet.cite-ref-12[12]
Arbeiten zu Autismus
Am 3. Oktober 1938 hielt Hans Asperger in der Heilpädagogischen Abteilung der Universitätsklinik Wien einen Vortrag, in dem er anhand eines Fallbeispiels die Charakteristika der âautistischen Psychopathenâ darstellte.cite-ref-13[13] 1943 reichte Asperger seine Habilitationsschrift ein, eine Beschreibung des später nach ihm benannten Asperger-Syndroms, die 1944 verĂśffentlicht wurde.cite-ref-14[14]
Er selbst nannte die StĂśrung âautistische Psychopathieâ. Das Wort âautistischâ entlieh er von Eugen Bleuler, der damit bestimmte Eigenschaften der Schizophrenie beschrieb, um âdie Einengung der Person und ihrer Reaktionen auf sich selbst und die damit verbundene Beschränkung der Re-Aktionen auf die Reize der Umweltâ zu verdeutlichen. Den Begriff âPsychopathieâ wĂźrde man heute am ehesten mit âPersĂśnlichkeitsstĂśrungâ Ăźbersetzen. Fast gleichzeitig mit Aspergers Publikation erschien Leo Kanners Arbeit zum frĂźhkindlichen Autismus, der groĂe Ăhnlichkeiten mit dem âAsperger-Syndromâ aufwies.
Aspergers VerĂśffentlichung enthielt die Beschreibung von vier Jungen (Fritz, Harro, Ernst und Hellmuth), die er als âautistische Psychopathenâ bezeichnete. Den Genannten war bei durchschnittlicher bis hoher Intelligenz gemeinsam:
⢠ein Mangel an Empathie
⢠die Unfähigkeit, Freundschaften zu schlieĂen
⢠intensive Beschäftigung mit einem Interessengebiet
⢠motorische StÜrungen
Sie waren selbstbezogen, konnten sich nicht in andere Menschen versetzen und auf diese eingehen. In ihrem GefĂźhlsleben wirkten die Jungen disharmonisch, und im oft angstvollen Verhalten fehlte ihnen die affektive Beteiligung.cite-ref-15[15] Asperger nannte sie âkleine Professorenâ, da sie Ăźber das Gebiet ihres Spezialinteresses detailliert sprechen konnten und oft ein erstaunliches Wissen ansammelten.
Die russische Kinderpsychiaterin Grunya Efimovna Sukhareva hatte bereits ab 1925 erste Fallbeschreibungen verĂśffentlicht, die dem heutigen Bild des Autismus-Spektrums zugeordnet werden kĂśnnen.cite-ref-wolff-2-1[2]cite-ref-16[16]cite-ref-17[17] Es ist nicht bekannt, ob Asperger die Schriften Sukharevas bekannt waren.
Asperger in der Zeit des Nationalsozialismus
In einem Vortrag, gehalten am 12. März 1939 vor der Fachgruppe fßr ärztliche Kinderkunde in der Wiener Medizinischen Gesellschaft (abgedruckt in der Zeitschrift Medizinische Klinik im Juli 1939), postulierte Hans Asperger einleitend:cite-ref-vortrag-1939-18-0[18]
âIm neuen Deutschland haben wir Ărzte zu unseren alten eine FĂźlle neuer Pflichten Ăźbernommen. Zu der Aufgabe, dem einzelnen Kranken zu helfen, kommt die hohe Verpflichtung, fĂźr die Gesundheit des Volkes zu sorgen, die mehr ist als das Wohlergehen des einzelnen. Ich brauche nicht aufzuzählen, mit welch ungeheurem Einsatz hier im positiven, fĂśrdernden Sinn gearbeitet wird; wir wissen aber alle, daĂ wir auch einschränkende Arbeit zu leisten haben. So wie der Arzt bei der Behandlung des einzelnen oft schmerzhafte Einschnitte machen muĂ, so mĂźssen auch wir aus hoher Verantwortung Einschnitte im VolkskĂśrper machen: wir mĂźssen dafĂźr sorgen, daĂ das, was krank ist und diese Krankheit in fernere Generationen weitergeben wĂźrde, zu des einzelnen und des Volkes Unheil, an der Weitergabe des kranken Ergbutes verhindert wird. Das wollte ich zu Anfang klar herausgestellt haben, wenn ich heute von unserer ärztlichen Verpflichtung gerade dem einzelnen psychisch Abnormen gegenĂźber spreche, so wie ich diese Verpflichtung sehe. Auch das muĂ heute, da unser ganzes Handeln einen neuen Sinn bekommen hat, neu begrĂźndet werden.â
â
Hans Asperger
:
Medizinische Klinik. Wochenschrift fĂźr praktische Ărzte,
14. Juli 1939
Asperger gehĂśrte einer siebenkĂśpfigen Kommission an, die 200 behinderte Kinder nach ihrer Bildungsfähigkeit kategorisieren sollte, um Ăźber ihr Schicksal entscheiden zu kĂśnnen. 35 Kinder wurden als âaussichtslose Fälleâ eingestuft und in der Folge in die Jugendanstalt âAm Spiegelgrundâ auf dem Anstaltsgelände der Heil- und Pflegeanstalt âAm Steinhofâ auf der Baumgartner HĂśhe in Wien (heutige Klinik Penzing) Ăźberstellt, wo alle ermordet wurden. Es fehlt die Grundlage, ihn deswegen des Mordes zu bezichtigen, denn bis zur Ermordung dieser Kinder waren noch weitere Schritte nĂśtig, aber er war Teil der Legitimation dieser Morde und trug als Experte die Einteilung in âBrauchbarkeitsstufenâ mit.cite-ref-19[19]
Während Asperger nach eigenen Aussagen in den Nachkriegsjahren und den Darstellungen seiner Weggefährten Gegner der Nationalsozialisten war, deuten zeitgenĂśssische Dokumente und neue Forschungsergebnisse darauf hin, dass dies keineswegs der Fall war. So heiĂt es in einer politischen Beurteilung des Personalamts des Reichsgaus Wien vom 1. November 1940 Ăźber Asperger: âIn Fragen der Rassen- und Sterilisierungsgesetzgebung geht er mit den nat[ional]soz[ialistischen] Ideen konform. In charakterlicher sowie politischer Hinsicht gilt er als einwandfrei.âcite-ref-20[20] Zudem wird Aspergers Rolle während der Zeit des Nationalsozialismus in Ăsterreich von Herwig Czechcite-ref-21[21] sowie anderen Historikern kritisch bewertet.
Czech zufolgecite-ref-22[22] gibt es Hinweise dafĂźr, dass Asperger im Rahmen der âKinder-Euthanasieâ mehrere Kinder in die JugendfĂźrsorgeanstalt âAm Spiegelgrundâ Ăźberwiesen habe,cite-ref-23[23] in der etwa 800 Kinder ermordet wurden.cite-ref-24[24] Nach Einsichtnahme in Aspergers Beschreibungen der Patienten stellte Czech fest, dass diese âhärter ausfielen als die des Personals der Anstaltâ. Nach dem ehemaligen Leiter des heilpädagogischen Zentrums HinterbrĂźhl Ernst Tatzer (2020) wurden diese Kinder jedoch erst nach Monaten bis Jahren nach Aspergers Stellungnahme von den Ărzten âAm Spiegelgrundâ beschrieben, dadurch wäre es zu Entwicklungsfortschritten gekommen. Sehr kritisch sieht auch die amerikanische Historikerin Edith Sheffer in ihrem Buch Aspergers Kinder seine Rolle nach 1933. Sie legt dar, dass Asperger mit den fĂźhrenden KĂśpfen des Kinder-Euthanasie-Programms zusammenarbeitete und mindestens 44 junge Patienten in die âEuthanasieâ-Anstalt âAm Spiegelgrundâ Ăźberwies.cite-ref-25[25] Asperger war nicht direkt âAm Spiegelgrundâ, somit kann er nicht mit TĂśtungen in Zusammenhang gebracht werden. In der Zwischenzeit gibt es allerdings auch einige kritische Abhandlungen zu ihrer Publikation (z. B. von Walter Heijder). Mit Bezug auf Sheffers Recherchen und ihr Buch Aspergers Kinder â Die Geburt des Autismus im Dritten Reich schrieb Astrid Viciano in der SĂźddeutschen Zeitung:
âAsperger war weder ein Ăźberzeugter Gegner noch ein fanatischer Anhänger der Nazis. Er war ein gläubiger Katholik und trat der NSDAP nie bei. Sein Verhalten aber sei exemplarisch fĂźr das Abdriften etlicher Menschen in die Mittäterschaft.âcite-ref-26[26]
Die Monatsschrift Kinderheilkunde gab mit der Nummer 3/2020 ein Sonderheft mit dem Titel Hans Asperger und die Heilpädagogik heraus. Betont wurde, âdass es nicht Ziel war, Schuld oder Unschuld des Menschen und Arztes Asperger umfassend zu bewertenâ. Die daraufhin eingehenden Beiträge wurden in einem Leserforum der Ausgabe Monatsschrift Kinderheilkunde, 9/2021, verĂśffentlicht.
Auszeichnungen
⢠1970: GroĂes Ehrenzeichen des Landes Burgenland, Ăźberreicht durch Landeshauptmann Theodor Kerycite-ref-27[27]
⢠1971: Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold
⢠1972: Doctor medicinae honoris causa der Universität Mßnchen
Werke (Auswahl)
⢠Das psychisch abnorme Kind. In: Wiener klinische Wochenschrift. Bd. 51 (1938), H. 49, S. 1314â1317.
⢠Die âAutistischen Psychopathenâ im Kindesalter. In: Archiv fĂźr Psychiatrie und Nervenkrankheiten. Bd. 117 (1944), S. 73â136. doi:10.1007/bf01837709
⢠Die medizinischen Grundlagen der Heilpädagogik. In: Monatsschrift fĂźr Kinderheilkunde. Band 99, Wien 1950, S. 105â107.
⢠Heilpädagogik: EinfĂźhrung in die Psychopathologie des Kindes fĂźr Ărzte, Lehrer, Psychologen und FĂźrsorgerinnen. Springer, Wien 1952, ISBN 978-3-662-28619-7 (Digitalisat).
Literatur
⢠Maria Asperger-Felder: Zum Sehen geboren, Zum Schauen bestellt⌠Hans Asperger 1906â1980, Leben und Werk. In: Heilpädagogik. Band 49, Heft 3, 2006, S. 2â11.
⢠Arnold Pollak (Hrsg.): Auf den Spuren Hans Aspergers. Fokus Asperger-Syndrom: Gestern, Heute, Morgen. Schattauer, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-7945-3122-6.
⢠Manfred Berger: Hans Asperger. Sein Leben und Wirken. In: Heilpädagogik. Heft 4, 2007, S. 29â32.
⢠Manfred Berger: Asperger, Hans, in: Biographisch-Bibliographisches Kirchlexikon. Band XXXV, Nordhausen 2025, Sp. 57â69
⢠Edith Sheffer: Aspergerâs Children: The Origins of Autism in Nazi Vienna. W.W. Norton & Company, New York 2018, ISBN 978-0-393-60964-6 (deutsche Ausgabe: Aspergers Kinder â Die Geburt des Autismus im âDritten Reichâ. Campus, Frankfurt am Main 2018).
⢠Uta Frith: Asperger and his syndrome. In: Uta Frith (Hrsg.): Autism and Asperger Syndrome. Cambridge University Press, 1991, S. 1â36 (online 2009, doi:10.1017/CBO9780511526770.001).
⢠Herwig Czech: Der Kinderarzt und die Nazis. In: Gehirn und Geist, Heft 4/2020 und in: Autismus verstehen. Was die Forschung heute weiĂ, Gehirn und Geist Dossier, Heft 1/2021, S. 78â83 (online (fĂźr Abonnenten) auf Spektrum.de).
⢠Ernst Tatzer: Hans Asperger und die Nazis. Zum Stand der Kontroverse aus meiner Sicht. In: Heilpädagogik, Heft 4, 2020, S. 3â5.
⢠Walter Heijder: Ist Asperger-Syndrom im Grunde ein Nazi-Konzept? Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Buch âAspergers Kinderâ von Edith Sheffer. In: Heilpädagogik, Heft 4, 2020, S. 6â12.
⢠Herwig Czech: Hans Asperger und der Nationalsozialismus. Geschichte einer Verstrickung. GieĂen 2024, ISBN 978-3-8379-3188-4.
Weblinks
Commons
: Hans Asperger
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Literatur von und ßber Hans Asperger im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠https://www.socialnet.de/lexikon/Asperger-Hans
⢠https://www.bbkl.de/index.php/frontend/lexicon/A/As-Au/asperger-hans-88220
⢠Annette Baum, Burkhart Brßckner: Biographie von Hans Asperger (In: Biographisches Archiv der Psychiatrie (BIAPSY))
⢠Maxfield Sparrow, Steve Silberman: On Hans Asperger, the Nazis, and Autism: A Conversation Across Neurologies. Auf: thinkingautismguide.com vom 19. April 2018
⢠WStLA, 1.3.2.209.10, Anmerkung 95: Hinweis auf das Archivgut Nervenklinik fĂźr Kinder, Krankengeschichten: verstorbene Mädchen und Knaben 1940â1945, Krankengeschichte Herta Schreiber, Heilpädagogische Abteilung der Universitätskinderklinik Wien, Befund Herta Schreiber, 27. Juni 1941, gez. Dr. Asperger., in: Wiener Stadt- und Landesarchiv
⢠Foto von Asperger im Bildarchiv der ĂNB
⢠Hans Asperger und die toten Kinder vom Spiegelgrund von Hans Rubinich, SWR2, Reihe SWR Leben
Einzelnachweise
cite-note-gtb-11. â Geburts- und Taufbuch. Pfarre Altlerchenfeld, 1906, fol. 17, Reihe-Zahl 50 (Digitalisat, abgerufen am 14. November 2025).
cite-note-wolff-22. â S. Wolff: The first account of the syndrome Asperger described? Translation of a paper entitled âDie schizoiden Psychopathien im Kindesalterâ by Dr. G. E. Ssucharewa; scientific assistant, which appeared in 1926 in the Monatsschrift fĂźr Psychiatrie und Neurologie 60:235â261. In: European Child & Adolescent Psychiatry. Band 5, Nr. 3, September 1996, ISSN 1018-8827, S. 119â132, doi:10.1007/BF00571671.
cite-note-1-33. â Lorna Wing: Aspergerâs syndrome: a clinical account. In: Psychl Mne. Bd. 11 (1981), S. 115â129, PMID 7208735.
cite-note-44. â Rolf Castell: Hundert Jahre Kinder- und Jugendpsychiatrie. Vandenhoeck & Ruprecht, 2009, ISBN 978-3-89971-658-0, S. 99 f. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-55. â Kleiner Zeitspiegel. Von den Hochschulen. In: Neues Wiener Tagblatt, Tages-Ausgabe, 11. Oktober 1943, S. 3 (re. Spalte Mitte) (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nwg
cite-note-66. â Verena Mayer, Roland Koberg: Elfriede Jelinek. Ein Porträt. Reinbek 2006, ISBN 978-3-498-03529-7, S. 32.
cite-note-77. â Hans Weiss: Tatort Kinderheim. Ein Untersuchungsbericht. Deuticke, Wien 2012, ISBN 978-3-552-06198-9, S. 81ff.
cite-note-88. â Kundmachungen. Privaterziehungsanstalten. In: Verordnungsblatt des Stadtschulrates fĂźr Wien, 15. März 1949 (online in ALEX): âVom Stadtschulrat fĂźr Wien wurde die Errichtung, bzw. FĂźhrung folgender Privaterziehungsanstalten genehmigend zur Kenntnis genommen:â [âŚ] âParksanatorium HĂźtteldorf, Heilpädagogisches Kinderheim Doz. Dr. Hans Asperger, fĂźr Knaben von 6 bis 16 Jahren, Wien, XIII. Vinzenz-HeĂ-Gasse 29, Inhaber und verantwortl. Leiter: Doz. Dr. Hans Asperger (Zl. IIâ481/210â1947).â
cite-note-99. â Universität Wien: Trauer um Hans Asperger, verĂśffentlicht am 14. Juli 2025, abgerufen am 29. September 2025.
cite-note-1010. â Peter Schneider: ÂŤAutisten fĂźhlen sich andersÂť. Interview. In: Tages-Anzeiger, 12. Juni 2013, S. 8. (Artikel online auf media02.culturebase.org (PDF; 8,6 MB). In: Materialmappe Supergute Tage. Junges Schauspielhaus Hamburg, Oktober 2014.)
cite-note-1111. â Barbara Reye: ÂŤEs ist keine Krankheit, sondern eher eine BesonderheitÂť. In: Tages-Anzeiger. 25. Mai 2019, abgerufen am 23. September 2025.
cite-note-1212. â Johann Asperger in der Verstorbenensuche bei friedhoefewien.at
cite-note-1313. â Autismus und NS-Rassengesetze in Ăsterreich 1938: Hans Aspergers Verteidigung der Âťautistischen PsychopathenÂŤ gegen die NS-Eugenik. (PDF; 128 kB) In: Die neue Sonderschule 47 (2002) 6, S. 460â464. Abgerufen am 26. Dezember 2010.
cite-note-1515. â Ferdinand Klein, Gerhard Neuhäuser: Heilpädagogik als therapeutische Erziehung. MĂźnchen 2006, ISBN 978-3-497-01863-5, S. 36â37.
cite-note-1717. â David Ariel Sher, Jenny L. Gibson: Pioneering, prodigious and perspicacious: Grunya Efimovna Sukharevaâs life and contribution to conceptualising autism and schizophrenia. In: European Child & Adolescent Psychiatry. Band 32, Nr. 3, März 2023, S. 475â490, doi:10.1007/s00787-021-01875-7, PMID 34562153, PMC 10038965 (freier Volltext).
cite-note-vortrag-1939-1818. â Dr. Hans Asperger: Aus der Heilpädagogischen Abteilung der Wiener Universitäts-Kinderklinik (Vorstand: Prof. Dr. Franz Hamburger): Pädagogische Therapie bei abnormen Kindern. In: Medizinische Klinik. Wochenschrift fĂźr praktische Ărzte. Nr. 28, 35. Jg., 14. Juli 1939 (= Vortrag, gehalten in der Wiener Medizinischen Gesellschaft, Fachgruppe fĂźr ärztliche Kinderkunde, am 12. März 1939; online bei ANNO).
cite-note-2020. â Digitalisat des heute im Wiener Stadt- und Landesarchiv verwahrten Dokuments bei Der Standard.
cite-note-2121. â Kinderarzt und Heilpädagoge â Wie Hans Asperger in den Nationalsozialismus verstrickt war. In: Deutschlandfunk. (deutschlandfunk.de [abgerufen am 15. Juli 2018]).
cite-note-2222. â Christa Hager: Hans Asperger â âMedizin im Zwielichtâ. In: Autismus. Wiener Zeitung. (tagblatt-wienerzeitung.at [abgerufen am 11. April 2018]).
cite-note-2323. â Eine solche, heute im Stadt- und Landesarchiv Wien verwahrte eigenhändige Ăberweisung Aspergers, in der er die âdauernde Unterbringungâ eines knapp dreijährigen Kindes âauf dem âSpiegelgrundââ (Spiegelgrund unterstrichen) als âunbedingt nĂśtigâ erscheinend bezeichnete, als Digitalisat bei Der Standard.
cite-note-2424. â Herwig Czech: National Socialism, and ârace hygieneâ in Nazi-era Vienna. In: Molecular Autism. Band 9, 2018, S. 29 ff., doi:10.1186/s13229-018-0208-6. [1]; Rebecca Masko: Todesurteil: bildungsunfähig. In: Jungle World, 24. Mai 2018, S. 16.
cite-note-2525. â Edith Sheffer: Aspergers Kinder. Die Geburt des Autismus im âDritten Reichâ. Campus, Frankfurt am Main 2018, ISBN 978-3-593-50943-3.
cite-note-2626. â Astrid Viciano: Euthanasie in der NS-Zeit. Das Kindermordhaus. In: sueddeutsche.de. 18. November 2018, abgerufen am 6. Dezember 2018.
cite-note-2727. â GroĂes Ehrenzeichen fĂźr Kinderarzt. In: Burgenländische Freiheit, 17. Dezember 1970, S. 10 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/blf